Orientalischer Tanz

Über den Ursprung des Orientalischen Tanzes

Der Orientalische Tanz (Bauchtanz) hat eine jahrtausendealte Tradition.

Der Bauchtanz  entstand in prähistorischen Zeiten in Nordafrika als Fruchtbarkeitsritual und als eine Art Geburtstanz. Seine Wurzeln sind in einer Zeit zu finden, in der die Menschen das Weibliche verehrten. Die schwangere Frau tanzte mit mehreren Frauen der Sippe zusammen. Die schönen sanften Schwingungen des Bauchtanzes waren die natürlichen Bewegungen von Wehen und Geburt. Das zu erwartende Baby wurde wörtlich auf die Welt getanzt. Die Geburt fand oftmals während des Tanzes und im Stehen oder in der Hocke statt. Dieser Geburtsritual bzw. Tanz wird auch noch heute in Nordafrika praktiziert.

Etwa 4000 Jahre v.Chr. entstand in Ägypten eine Hochkultur, in der sich die Oberschicht auch musischen Betätigungen widmete. So wandelte sich dieser Ritualtanz zum religiösen Tempel- und gesellschaftlichen Schautanz. Der Bauchtanz entwickelte sich in Matriarchat zu einem sinnlich-künstlerischen Genuss. Die Frau stand damals im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Mit dem Übergang zum Patriarchat und Entwicklung der Religionen wie Christentum und Islam, die Körperlichkeit ablehnten, war der Tanz nur im Haus und allein unter Frauen erst möglich. In dieser Zeit entstand der Stand der Berufstänzerinnen, die der Unterhaltung bei den großen Festen dienten. Sie kamen überwiegend aus dem einfachen Volk oder waren Zigeunerinnen. Sie wurden für ihre Kunst entlohnt, jedoch nicht als angesehene Frauen beachtet.

Sinnliche Bewegungen des Körpers wurden durch Kirche und Gesellschaft verurteilt. Erst die sexuelle Emanzipation und die Flower-Power-Bewegung in Amerika Ende der 60-er Jahre brach mit alten Konventionen. In dieser Zeit fiel die Entdeckung des Bauchtanzes, als Orientalischer Tanz genannt, in den USA. Schließlich brach eine wahre Bauchtanzwelle aus, die sich nach einer Weile auch nach Europa überschwappte. Der Bauchtanz hat sich in Europa gewandelt und erweitert sich ständig unter dem Einfluss der Kulturen. So entstanden neben dem klassischen Orientalischen Tanz und Folklore Mischformen, wie Pop-Oriental, Flamenco-Oriental, Techno-Oriental, Latino-Oriental usw. Auch der zeitgenössische Tanz hinterlässt im modernen Orientalischen Tanz seine reichhaltigen Spuren. Die Faszination ist aber geblieben.

Leider wird in unserer Kultur dieser Tanz durch die Gesellschaft oftmals zum „Anmachtanz“ mit erotisch-sexuellem Charakter degradiert. Der Bauchtanz ist aber viel mehr. Es ist nicht nur eine Orientalische Tanzkunst entstanden. Der Tanz ermöglicht jeder  Frau ihre tiefen Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Als ursprünglicher Ritual-Tanz, ist der Bauchtanz ein Stück alter Frauenkultur, der unsere westliche Kultur bereichert.


Orientalischer Tanz und Gesundheit

Im Bauchtanz findet die Frau Kontakt zu sich selbst, indem sie ihren Körper auf harmonische und wohltuende Weise bewegt. Denn beim Bauchtanz wird mehr bewegt als nur Bauch, Hüften und Po. Im und über den Tanz entfaltet die Frau ihre ureigene Weiblichkeit und Kraft, sie lebt ihre reine Lebensenergie und Intuition, ihre Sinnlichkeit und Erotik, ihre Lebenslust und -freude, die in ihrem Bauch und Becken von Natur aus beheimatet sind und durch den Bauchtanz wieder erweckt werden können. Denn in unserer „männlich-geprägten“ Welt sind diese weiblichen Qualitäten bei vielen Frauen in den Hintergrund getreten. Es ist an der Zeit, dass sich die modernen Frauen zu ihrer ursprünglichen Frauenkultur wieder zurückfinden.

Immer mehr europäische Frauen jeden Alters und jeder Figur entdecken den Bauchtanz als eine Ausdrucksform von Frau zu Frau, zur Stärkung eigener Gesundheit, Weiblichkeit und zum seelischen Wohlbefinden. Frauenärzte, Psychologen und Orthopäden empfehlen den Orientalischen Tanz als ausgezeichnete, ganzheitliche Therapie. Die fortschrittlichen Frauenkliniken und Geburtshäuser bieten heute den Bauchtanz für Schwangere als moderne Geburtsvorbereitung an.

Bauchtanz ist ein umfassendes gymnastisches Training der gesamten Körpermuskulatur. Durch den Spaß am gemeinsamen Tanzen werden psychische Probleme leicht gelöst und soziale Kontakte belebt – Frauen halten sich jung und schön unabhängig von Alter und Figur. Blockaden und Muskelverspannungen werden gelockert, die Beweglichkeit, besonders des Beckens, der Gelenke und der Wirbelsäule wird verbessert. Denn ein beträchtlicher Teil von Krankheiten, Schmerzen und körperlichem Unwohlsein beruht heute auf Haltungsfehlern und damit verbundenen negativen Veränderungen des Bewegungsapparates. Das kommt von vielen und falschen Sitzen, Stehen, Liegen, Heben und Übergewicht.

Es ist medizinisch nachgewiesen, dass harmonische Bewegungen des Beckens zu vermehrter Östrogenausschüttung führen und damit volleres, vitaleres Kopfhaar, schönere Brüste, geschmeidigere Haut, Jugendlichkeit und eine sanftere Schwangerschafts- Geburts- und Wechseljahrperiode schenken. Die Frau hat selbst in der Hand bzw. im Bauch, sich das wahre Geschenk der Göttin in sich zu entdecken und zu leben! Sie erschafft ihre Jugendlichkeit und Vitalität selbst – ohne teurere äußere Hilfsmittel.

Entdecken Sie und erleben Sie Ihre Weiblichkeit neu und stärken Sie Ihre Kraft aus der Mitte

Mit dem Orientalischen Tanz!


Mein Weg zum Orientalischen Tanz

Vor 25 Jahren kam ich das erste Mal mit dem Orientalischen Tanz/ Bauchtanz in Berührung und entdeckte meine Begeisterung und Leidenschaft für diesen Tanz. Im Jahr 2000 habe ich angefangen nebenberuflich als Kursleiterin für diesen wundervollen und weiblichsten Tanz der Welt in der Tanzschule „Sulaika Oriental“ bei meiner Tanzlehrerin „Nisrin“ zu arbeiten. 2004 gründete ich meine eigene Tanzschule „DIE Tanzoase“ Chemnitz und 2006 machte ich mich selbstständig.

 Um weitreichende Erfahrungen in Tanz und Körperarbeit zu sammeln, besuchte ich zahlreiche Workshops und Aus- & Weiterbildungen bei namhaften nationalen und internationalen TänzerInnen und LehrerInnen für Orientalischen Tanz wie Sakti (USA), Havva, Semira, Yasmin al Ghazali, Djamila, Said el Amir,  Saida (Argentinien), Raksan, Cihangir, Azad Kaan, Lorena Galeano, Gejaria, Natalie und viele andere. Ich bin gepr. ESTODA-Lehrerin für Orientalischen Tanz. Und Mitglied im Bundesverband für Orientalischen Tanz (BVOT).

Nun blicke ich auf über 20 Jahre meiner Lehrtätigkeit mit großer Dankbarkeit und Zufriedenheit. Denn mein Traum, die Frauen über den Bauchtanz und meine Frauenarbeit zu inspirieren, ihre weiblichen Wurzeln, Kontakt zu sich selbst, zum eigenen Körper, zur ureigenen Kraft aus dem Becken und Herzen zu finden, eigene Erotik, Sinnlichkeit, weibliche Sexualität und Spiritualität wieder zu entdecken und zu leben, hat sich erfüllt!


Und hier sind meine Angebote

  • Unterricht: Kurse, Workshops und Seminare für Erwachsene und Mädchen (ab 12 Jahre)
  • Fortbildungen: „Übungsleiterin für Oriental Dance Healing Art“ sowie „Orientalischer Tanz – Grundstufe“
  • Junggesellinnenverabschiedungen & Events